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The Outsiders

Wie wundersam Sprache manchmal trifft. “Outsider” hat im Englischen gleich zwei Bedeutungen: Zum einen beschreibt es “Außenseiter”, zum anderen aber auch Menschen, die sich (dr)außen aufhalten. Und es sind doch eher die Außenseiter, die die Nähe zur Natur suchen. Die beim Camping Gartenzwerge meiden oder gleich Tage und Wochen im Wald leben, sich den Urlaub erpaddeln oder erlaufen – und mit wenig auskommen wollen. Dieses “wenig” hat es allerdings in sich. Denn wer draußen leben will, der braucht nicht in erster Linie Form, sondern Funktion. Zelt, Schlafsack, Rucksack, Messer – so weit wie möglich reduziert auf die Aufgabe in der wilden Natur, ansonsten: leicht, klein, robust. Ist es da ein Wunder, dass es auch vor allem Außenseiter waren und sind, die an solche Dinge glauben, sie entwickeln, hegen und pflegen – und eben nicht die großen Konzerne?

Diesen Außenseitern, und allen “Draußen-Seiern”, ist ein Buch gewidmet, das der Berliner gestalten-Verlag gerade auf den Markt bringt. “The Outsiders” – einfach gesagt: ein Katalog der guten Ideen. Oder eben: eine Hommage an Menschen und Ideen, die eins werden wollen mit der Natur. Die verstehen, dass die Magie der Bäume nicht am Boden liegt, sondern mitten in ihnen, zwischen Ästen und Bättern. Da, wo Eichhörnchen Wald erleben, spüren ihn auch Camper im Tentsile-Baumzelt (siehe oben). Oder in den Tree Tents, die Jason Thawley mit seiner Firma “Luminair” erfunden hat. Drei Meter im Durchmesser, wie ein Kokon für Menschen, die sich im Wald einspinnen wollen, mit Wolle isoliert, und von einem kleinen Holzofen beheizt (siehe unten).

Zugegeben: Viele Ideen aus “The Outsiders” sind nicht billig. Die Tentsile-Zelte zum Beispiel kosten mehr als 500 Euro. Aber sie erfüllen die Versprechen, die wir geben, wenn wir in die Natur aufbrechen: nämlich möglichst keine Spuren zu hinterlassen, und verantwortungsvoll umzugehen mit den Schätzen der Natur. Es sind Dinge wie die Natur. Haltbar – und gemacht, um zu bleiben. Es sind Dinge, die süchtig machen, wie die Natur. So süchtig, dass man einfach bleiben muss.

OpenRoadUnd so erzählt “The Outsiders” auch die Geschichten der Menschen, die die Natur mit Haut und Haaren verschlungen hat. Wie Emily, Adam und ihre Tochter Colette, die aufbrachen, um ein Jahr lang mit einem VW-Bulli von Los Angeles nach Argentinien und zurück zu fahren. Mittlerweile sind daraus schon zwei Jahre geworden, und eine Art, zu leben: “The American Dream – work a good 9 to 5 job, get married, buy a house, have 2,5 kids, buy a bigger & better car work longer to get a promotion, save your money to retire so you can enjoy your life – is an ideal that has no value to us”, erzählen Adam und Emily. (In ihrem Blog Our Open Road gibt´s übrigens die ganze Geschichte.)

The Outsiders ist ein Buch für jeden Moment, in dem die Seele brennt, in dem das Fernweh schmerzt und die Decke auf den Kopf fällt. Für Cool Camping Deutschland ein Bruder im Geiste. Und unser Bücherfreund cohen + dobernigg hat uns auf die Idee gebracht. Dort gibt es The Outsiders für 39 Euro, wie immer versandkostenfrei. (Support your local Buchhändler.)

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Frühblüher

Die meisten Campingplätze machen es wie wir Schönwetter-Camper: Von Oktober bis Ostern motten sie ihre Tipis ein, machen Platz für Schnee auf ihrer Wiese, ziehen den Rezeptions-Bauwagen über den Deich, damit er nicht in den Herbstfluten wegschwimmt. Es gibt jedoch auch diese Plätze, die selbst uns Schönwetter-Camper das ganze Jahr über bezaubern. Und so machen´s manche Camper wie Schneeglöckchen und Tausendschön: Die Frühblüher unter den Blumen stecken ihre Köpfe durch den Schnee. Und die Frühblüher unter den Campern schlagen ihre Heringe in die gefrorene Erde. Hier sind unsere fünf Winterwunderplätze:

Frueblueher-SchnitzmuehleDie Schnitzmühle in Viechtach liegt im Bayerischen Wald, lässt aber trotzdem niemanden erfrieren: Sebastian und Kristian Nielsen haben das Hotel ihrer Eltern übernommen und daraus ein “Adventure Camp” gemacht. Mit Sauna und Wellness-Oase. Und wem´s dabei noch nicht warm wird ums Herz, der kann notfalls umziehen ins Hotelzimmer (Doppelzimmer ab 82 € inklusive Frühstück).

Fruehblueher-Teichhof

Das Gegenprogramm bietet der Teichhof auf Fehmarn: Wer hier dieser Tage urlaubt, sucht sich am besten einen Platz direkt hinter dem Deich. Denn der Wind pfeifft eisig über die Ostsee. Die liegt dafür aber direkt vor dem Zeltausgang. Das Publikum ist gemischt: Einige Dauercamper könnten hämisch aus ihrem Wohnwagenfenster winken, wenn ihr klappernd aus der Dusche zum Zelt zurücklauft…

Fruehblueher-Solling

Cool Camping mit Heizung bietet das Baumhaushotel Solling, wenn auch mit steilen Preisen: Wer warm in den Wipfeln des Sollings schlafen möchte, der muss pro Nacht mehr als 120 € anlegen. Dafür gibt´s jeden Morgen Frühstück direkt an die Baumhaus-Treppe. Nicht zu empfehlen ist derzeit allerdings das “Baumtraum”-Haus: Bei Nachtfrost wird der Weg auf die Toilette über eine aufregend-wackelige Hängebrücke schon mal zum eiskalten Albtraum.

Frueblueher-Mio

Stan Olgers bietet zwei Dinge, die Campern bei Eiseskälte das Leben leichter machen: Seine Toiletten und Duschen haben Fußbodenheizung (erwärmt durch Biogas). Und: Er bekocht die kalte Camperseele mit fantastischen Kreationen aus seiner Essenswerkstatt. Vorliebe: Indonesische Küche, mit Soto Ajam (javanischer Hühnersuppe) und Gado Gado (Gemüsevielfalt mit Erdnusssauce). In Ottendorf (Sachsen) betreibt Stan zusammen mit seiner Ehefrau Birgit Fischer “MiO Minicamping – Made in Ottendorf”. Die perfekte Basis für Ost-Entdecker mit Weimar, Leipzig, Erfurt und Chemnitz nahebei.

Frueblueher-Muellerwiese

Und schließlich: Die wunderschöne Müllerwiese im Schwarzwald. Sie hat bereits seit 15. März für Camper geöffnet – ein toller Ausgangspunkt für die ersten Wanderungen des Jahres. Und wen die Kälte geschafft hat, der wärmt das Herz danach mit Schwarzwälderkirschtorte.

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Wie der ADAC seine Marktmacht ausnutzt

Der ADAC steht in der SchusslADAC1inie. Vielleicht ist es ein wenig opportunistisch, vielleicht ist es aber auch der richtige Zeitpunkt für eine kleine Recherche: Der ADAC nutzt seine marktbeherrschende Stellung aus und macht kleinen Campingplätzen das Leben schwer. Ein mächtiger Verein, der sich „Gemeinnützigkeit“ auf die Fahnen schreibt, dominiert im Zusammenspiel mit seiner Verlagstochter „ADAC Verlag GmbH & Co. KG, einer kleinen Redaktion und gerade einmal zehn Campingplatztestern die deutsche Campingkultur.

Der ADAC-Campingführer erscheint jährlich in einer Auflage von 100.000 Exemplaren für Deutschland und Nordeuropa, die Süddeutsche Zeitung nennt ihn den “Platzhirsch“. Nach Angaben des ADAC genießen seine „Camping-Publikationen (…) unter Campern und Caravanern einen ausgezeichneten Ruf und sind dank der großen Informationsvielfalt und jährlichen Tests unserer unabhängigen ADAC Inspekteure aus gutem Grund die Nr. 1.“

Cool Camping Deutschland hat recherchiert, wie der ADAC Deutschlands Campingplätze testet und beurteilt. Und wir haben Campingplatzbetreiber (nicht repräsentativ) befragt, wie sie die Camping-Aktivitäten des ADAC einschätzen.

Die Kurzfassung: Ex-Bundeswehrsoldaten zählen Waschbecken. Die Langfassung: Hier sind die zehn wichtigsten Fakten…

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