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Winterverstecke

hideandseek_layVor einiger Zeit hatten wir Euch ein wunderbares Buch aus dem Berliner gestalten-Verlag vorgestellt: The Outsiders – ein Buch, das die Geschichten von Menschen erzählt, die gern draußen sind, die die Freiheit und die Natur lieben. Was aber, wenn selbst dem verschrobensten Outsider kalt wird? Auch dafür hat der Berliner Verlag nun fantastische Antworten veröffentlich – in Hide and Seek.

Das Buch stellt Verstecke in der Natur vor, die auch für kalte Winterabende taugen. Manche haben sogar eine Heizung, alle haben irgendwelche festen Wände, obwohl einige trotzdem mobil sind. Wie zum Beispiel APH 980, ein mobiles Ferienhaus (siehe unten). Nun gut, ein Bulli reicht nicht, um es auf die Wiese zu ziehen, es muss schon ein kleiner Sattelschlepper sein. Camping mit Laster. Es sind großartige Ideen, kleine und große, viele haben ihren Preis, aber nicht alle sind teuer.Portable House

Ein Buch, um den Winter zu überstehen – zum Blättern und Träumen. Wir stehen zwar auf Zelte, aber “nah an der Natur” geht auch mit diesen kleinen Hüttenfantasmen. Und weil wir manchmal auch Schönwettercamper sind, werden wir uns bei Regen mit “Hide and Seek” aufs Sofa legen, uns warm ums Herz werden lassen und vom nächsten Zeltabenteuer träumen.

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Palumpa? Palumpa.

Palumpa5Wer oder was ist ein Palumpa? Der Einfachheit halber (und aus Unwissenheit) machen wir dieses Palumpa zur Sache: Vielleicht sieht man „es“ nicht, vielleicht hört man es nicht, aber man spürt seine Anwesenheit. Denn hätte nicht ein seltsam-schräges Wesen seine Finger im Spiel, es gäbe dieses wunderbare Palumpa-Land wohl gar nicht – hier, an einem Stausee im Westen Thüringens.

Palumpa3Das Palumpa mag offenbar die Farbe blau, schlumpfblau: Der rumpelig-runde Schriftzug am Eingang verrät diese Vorliebe. Das Palumpa mag außerdem die Farbe gelb. Denn mitten im Grün der umliegenden Wiesen leuchtet der grellgelbe Sand eines Beachvolleyball-Feldes. Und mitten im Blaugrau des Stausees leuchtet das grellgelbe Tretboot mit pinken Rädern, das Zelturlauber mieten können. Helle Farben, helle Stimmung – das Palumpa mag es fröhlich: Eine Strandbar mit Bambus-Matten an den Wänden suggeriert, dass man vielleicht doch fünftausend Kilometer weiter im Süden gelandet ist (und verkauft nebenbei noch leckere Cocktails). Und das Palumpa mag das Sonnenlicht: Das Sanitärhaus ist neu gestaltet, offen, mit viel Holz und großen Fenstern.

Palumpa4Eigentlich passt das alles nicht hierher, irgendwie wirkt vieles wie ausgeschüttet, als wäre ein Wesen hier gelandet und hätte seine eigene, kleine Welt aus dem Schwarzen Loch mitgebracht. Und genau das macht das Palumpa-Land so anziehend. Aus einem durchschnittlichen Stückchen Erde ist ein Platz geworden, der es wert ist, besucht zu werden.

Die Aussicht ist nicht spektakulär, aber der See direkt am Zeltplatz ist schön: Urlauber können schwimmen, surfen – oder eben Tretbootfahren. Die Strandbar versorgt sie nach den Mühen des Zeltaufbaus mit Bier und Pommes. Und wer die dritte Nacht in Folge im Regen abgesoffen ist, der hat vielleicht Glück: Denn zum Palumpa-Land gehören einige der schönsten Ferienhäuschen der Welt, mit Panoramablick auf den See (das Palumpa mag Licht, wie gesagt).

Palumpa2Zudem bietet das Palumpa-Land einen unschlagbaren Vorteil: Es liegt am geografischen Mittelpunkt des vereinigten Deutschlands – perfekt für das Großfamilien-Treffen, bei dem Cousin, Cousine, Opa und Tante aus vier Himmelsrichtungen anreisen. Das Umland ist spannend – ein wunderschöner Wald-Nationalpark, der Hainich, und attraktive Städte wie Eisenach oder Mühlhausen liegen um die Ecke.

Der Vater des Palumpa-Landes ist ein Einheimischer: Klaus Dieter Koch. Eigentlich ist er Elektro- und Saunameister, geboren und aufgewachsen in der Region. „Meine Heimat ist doch wunderschön,“ sagt er. „Aber trotzdem wandern die jungen, cleveren, interessanten Leute ab. Aber mit genau denen möchte ich zu tun haben!“ Also beschloss Koch zusammen mit seiner Familie, die Cleveren zurück nach Thüringen zu locken – ins Palumpa-Land. Seine Kreativität bordet manchmal über: Bald will er zum Beispiel eine schwimmende Sauna auf den See stellen. Und man kann sicher sein, dass das nicht die letzte Idee sein wird.

Wie er seinen Platz nennen könnte, darüber hat Klaus Dieter Koch lange nachgedacht. Bauern haben das fruchtbare Land geliebt und sich hier eine goldene Nase verdient. „Goldberg“ war folglich eine Idee für den Campingplatz-Namen, schlicht „Camping am See“ eine andere. Aber dann hat sich Klaus Dieter Koch darauf besonnen, dass er schon immer etwas anders war, und er hat auf seine Tochter gehört. „Palumpa-Land“, das sei „assoziationsfrei“, jeder soll sich etwas anderes darunter vorstellen können, so die Idee.

Palumpa1Wer sein Zelt im Palumpa-Land aufschlägt, der sollte sich vielleicht von vornherein beschränken: Es genügt, die erste Nacht zu durchwachen, um nach dem Palumpa Ausschau zu halten. Denn wer es dann noch nicht gesehen hat, der wird es wohl auch nicht mehr erblicken. Vielleicht ist das Palumpa eben nicht fassbar oder sichtbar – vielleicht ist es nur der Geist eines besonderen Platzes, den Klaus Dieter Koch geschaffen hat? Oder ist es doch ein schlumpfähnliches Wesen, hellblau-gelb gestreift, mit federnd-hüpfendem Gang, das des Nachts heimlich Freudenstaub in Camper-Augen streut? Die Nacht kostet derzeit 6€ für Erwachsene, 2€ für Kinder plus 4€ für´s Zelt, 8€ für´s Wohnmobil.

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Bauernhof revisited

Folger1Ein Wiedersehen ist manchmal schön und manchmal schaurig: Wenn wir nach zwei oder drei Jahren Plätze wieder ansteuern, die es ins Buch geschafft haben, werde ich oft ein wenig nervös: Ob der Platz wohl so schön ist, wie ich ihn erinnere? Wäre ja nichts schlimmer, als mich selbst zu enttäuschen. Gerade haben wir unser Wochenende an der Nordsee verbracht – auf dem Ferienhof von Carmen Folger. Und es gibt nichts Schöneres als einen Platz, der besser ist als in der Erinnerung.

Folger2Es hat allerdings ein wenig gedauert, bis wir diese Erfahrung machen durften: Denn zweimal habe ich Carmen Folger in diesem Sommer schon angerufen, und zweimal war keiner ihrer fünf Plätze frei. Einmal, so hat sie mir heute verraten, hat sogar ein Camper mit Cool-Camping-Buch uns den Platz vor der Nase weggeschnappt. Bin ich also selbst schuld. Aber das Warten hat sich gelohnt: Es war friedlich, schön, mit tollen Zeltnachbarn und einigen Neuzugängen auf dem Hof: ein Nandu, den Carmen aus einem Tierpark wegadoptiert hat. Ein dutzend Kälber, und eine Ente, die schon recht groß, aber noch voller Flaum war. Unsere Jungs fanden´s prima. Und als wir dann nach Zeltabbau und vor Abfahrt verschwitzt in der Nordsee saßen, ein paar hundert Meter vom Hof entfernt, der Wind uns oben und das Wasser uns unten kühlte, da dachte ich: Vielleicht hätte ich den Hof nicht ins Buch aufnehmen sollen. Damit für uns  selbst ein wenig öfter ein kleines, feines Plätzchen bei Carmen Folger frei ist.

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